Diese Kurzbiografie ist ein Teil der Arbeit Entwicklung der Pantomime / Mime im 20. Jahrhundert. Folgt dem Link und seht die komplette Übersicht.

Appia Adolphe

Eckdaten/Familie

Vater: Louis Paul Amédée Appia, Mitbegründers des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes

Mutter: Anne Caroline Lasserre

Ausbildung/Werdegang

1873-1879; Mittelschule am Colège von Vevey

1880-1888; Musikstudium in Genf, Paris, Leipzig und Dresden 1889; Praktikum an der Bühne des Hoftheaters Dresden

1890; Praktikum am Burgtheater und am Hoftheater Wien

Einflüsse/LehrerInnen

1906; lernt Jaques-Dalcroze kennen

1914; lernt Craig an der internationalen Theaterausstellung in Zürich kennen

1915; erster Besuch von Jacques Copeau

Zusammenarbeit

Emile Jaques-Dalcroze: ab 1906 realisiert mit ihm Aufführungen in Hellerau bei Dresden und entwirft dort den großen Saal der Bildungsanstalt, 1910, bis 1914; haben Briefkontakt, 1908-1916; arbeiten gemeinsam am Junifest in Genf, 1914; entwirft für dessen Methode der Rhythmischen Erziehung kontrapunktische Architekturen, die „Espaces rhythmiques“, 1919

Edward Gordon Craig: haben Briefkontakt, 1914/19
Jacques Copeau: besucht seine Vorstellungen in der Schweiz, haben den ersten Kontakt durch Jaques-Dalcroze, ab 1915

Gemeinsame Inszenierungen (Auszug)

Gluck: Orpheus und Eurydike, 1912, Hellerau Claudel: Mariä Verkündigung, 1912/13, Hellerau Wagner: Tristan und Isolde, 1923, Mailand Rheingold, Walküre, 1924, Basel
Aischylos: Der gefesselte Prometheus, 1925, Basel

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Eigenes Werk

1891-1892; verfasst u.a. „Notizen zur Inszenierung des Rings der Nibelungen“
1892; beginnt „Die Musik und die Inscenierung“ zu schreiben
1895; Veröffentlichung seines ersten Werks, „La mise en scène du drame wagnérien“
1897; stellt das Manuskript für „Die Musik und die Inscenierung“ fertig 1899; Veröffentlichung von „Die Musik und die Inscenierung“
1900; schreibt „Comment réformer notre mise en scène?“
1903; inszeniert am Wohnsitz der Comtesse de Béarn in Paris eine Szene aus Manfred von Byron-Schumann und die erste Szene aus dem zweiten Akt von Carmen
1908; Veröffentlichung von „Notes sur le théâtre“
1922; nimmt an den internationalen Theaterausstellungen von London und Amsterdam teil
1928; beteiligt sich an der Theaterausstellung von Magdeburg

Ausstattung (Auszug)

Parsifal, Hero und Leander, Hamlet, 1922 (Entwürfe)
Tristan und Isolde, 1923, Scala Mailand
Orpheus und Eurydike, König Lear, Macbeth, Lohengrin, 1926 (Entwürfe) Faust 1, 1928 (Entwürfe)

Bücher (Auszug)

La mise en scène du Drame wagnérien, Paris, 1895 (erste Reformschrift) Die Musik und die Inscenierung, München, 1899
L’œuvre d’art vivant, Genf, Paris, 1921
Art vivant ou nature morte?, Mailand, 1923
Goethes Faust. Erster Teil. Als Dichtung dargestellt., Bonn, 1929 Œuvres completes. 3 Bde, Lausanne, 1986 – 1988

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