Anke Gerber, PantomimeIm ersten Teil aus “Die Entwicklung der Pantomime in der ehemaligen DDR” von Nadja Rothenburger & Selina Senti, 2010, ging es um die Einführung in die “Szene” und Gruppen. Dort finden sich auch alle DarstellerInnen einzeln aufgelistet. Anke Gerber gibt den Inhalt für die 11. Biografie.

 

Anke Gerber

Eckdaten

1951 in einem Dorf an der Ostsee in der DDR geboren

1970 Abitur und Facharbeiterabschluss als Maschinenbauer

1974-81 externes Philosophiestudium mit Diplom-Abschluss an der Humboldt-Universität zu Berlin

ab 1974 freiberufliche Tätigkeit in der DDR,

1984 Ausbürgerung aus der DDR (mit der gesamten Theatertruppe), Umzug von Berlin Ost nach Berlin West

Ausbildung/Werdegang

1970-73 Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin zur Bühnentänzerin

1972-76 Mitglied im Pantomimentheater vom Prenzlauer Berg, Berlin

ab 1974 Tourneen im Ausland (Belgien, BRD, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Schweden, Schweiz, SU, VR Polen),

Arbeiten für Fernsehen und Film, Regie-Mitarbeit an verschiedenen Theatern

1977 Premiere des ersten Pantomime-Soloabends in Basel (Schweiz)

1978 Solo-Auftritt bei den Berliner Festtagen (DDR)

1983 Berufsverbot (wegen der Kabarett-Produktion)

ab 1985 vielfältige Tätigkeit als Darstellerin sowie als Dozentin für Pantomime, Tanz, Maskenspiel, Clownerie und Körperschauspiel in der BRD und Westeuropa, mehrere Tourneen mit dem Kindertheater „Clemils Clowns Circus“ in der BRD, Österreich und Spanien

ab 1989 wiederholte Lehrtätigkeit für die Internationale Sportwissenschaftliche Gesellschaft Graz. u.a. in Taiwan R.O.C. (1990)

1990/91 Wiederaufnahme der Sendereihe „Clemils Clowns Circus“ im deutschen Fernsehen

1990/91 u. Gastdozentur am Institut für Sportwissenschaft der FU

1994 Berlin in den Fächern Tanz und darstellendes Spiel

ab 1991 kontinuierliche Arbeit an der Sommerschule für Theater Graz (Österreich) im Fach Pantomime/Inszenierung

1991-94 Theaterseminare in Österreich und Italien

seit 1999 verstärkt Bewegungsunterricht an verschiedenen privaten Schauspielschulen (auch Rollenarbeit und Inszenierung)

seit 2000 Unterricht an der „Etage“, Schule für die darstellenden Künste, Co-Abteilungsleitung der Pantomime/Mime-Klasse

seit 2001 Konzept, Begleitung, Durchführung des Bewegungstrainings für Schauspieler am Mime Centrum Berlin

ständig Seminare in verschiedenen Bewegungsfächern für unterschiedliche Interessentengruppen (Theatergruppen, Regisseure, Trainer, Lehrer, Studenten, Klinik-Clowns, Artisten) in Deutschland und Österreich

Einflüsse/Lehrerinnen

1972- 1976 Unterricht bei Eberhard Kube

Zusammenarbeit

ab 1972 Zusammenarbeit mit Helga und Clement de Wroblewsky, gemeinsame Konzerte (Chanson und Pantomime)

Sonny Thet

Bücher

1984 Das Fachlehrbuch „Anatomie der Pantomime“ (Autorin Anke Gerber, Fotos Clement de Wroblewsky) erscheint im Rasch und Röhring Verlag Hamburg-Zürich

1985 (mit Clement de Wroblewsky) „Clemil-Clowns für Fortgeschrittene“. Rasch und Röhring, Hamburg

Eigenes Werk

1978-82 als Clown Ankeblümli Kinderfernsehstar und Mitautorin der Sendereihe „Clemils Clowns Circus“, Auftrittsserien mit dem Kindertheater Clemils Clowns Circus in der DDR und im Ausland

1982 Premiere des Solo-Tanzabends LOCOMOTION I mit den Musikern der Gruppe Bayon in Berlin

Premiere des politischen Kabaretts „Clemils Clowns Circus für FortGeschrittene“ (Autorin und Spielerin)

1983 Tanz/Pantomime-Produktion „Apfelkern“ (Komponist KD Richter) für den IV. Internationalen Kongress der EARDHE in Frankfurt am Main (BRD)

1988 Premiere von LOCOMOTION II im Renaissance-Theater Studio Berlin

1989 Premiere von LOCOMOTION III (am selben Ort)

1990 Choreografie für das Musical „Linie 1“ an der Studiobühne Villach (Österreich)

1991-94 die clownesken Shows „Ab-Wassermusik und Recyclingsümpfonie“ (Pantomime und Percussion) mit dem Schlagzeuger Peter Gröning, u.a. für den deutschen Umwelttag 92

1993 Solostück „Coviello“, Pantomime-Spektakel im Stile der Renaissance, entwickelt für den Europäischen Kulturmonat in Graz (Österreich)

1995 Berliner Premiere von „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von H. Heine, gemeinsam mit Pascal von Wroblewsky (Gesang), Sonny Thet (Cello

1996 Duo-Abend „breakes & weaves“ (Tanz und Cello) in Zusammenarbeit mit Sonny Thet

Feininger-Programm „die Kathedralen des Ly Fei“, gemeinsam mit dem Komponisten KD Richter

1998 „Polaritäten“ (Klang/Bewegung/Licht/Objekt), eine Performance im Rahmen der Feininger-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie Berlin, gemeinsam mit Andreas Göbel (Piano), Gisela Meyer-Hahn (Licht/Objekte), KD Richter (Komposition), Sonny Thet (Cello)

1999 Gastdozentur an der Palucca Schule Dresden im Fach Improvisation, (u.a. Abschlussklasse der Männer)

„die Kunst der Natürlichkeit“ – Konzeption, Einstudierung, Moderation einer Veranstaltung zur Entwicklungsgeschichte des Ausdruckstanzes

im Rahmen der Ausstellung „Der Neue Mensch“ des Deutschen Hygiene-Museums Dresden

2004/07/10 Produktion/Konzept/Teilregie „das Pantheon der Pantomime“ mit den Studenten der Pantomime/Mime-Klasse der „Etage“