Eine Arbeit von Nadja Rothenburger & Selina Senti, 2010

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biographien

Decroux, Etienne

Marceau, Marcel

Soubeyran, Jean

Berger, Hanna

Busch, Kristina

Cholet, Siegmar

Dark, Dagmar

Debus, Constance

Eisenblätter, Kurt

Finke, Jens

Gerber, Anke

Glanze, Gerd

Hahnke, Bernd

Herzog, Ralf

Just, Jürgen

König, Rainer

Krahnert, Matthias

Kube, Eberhard

Kühnel, Andreas

Kwiatkowski, Fine

Lemke, Joachim

Mahlo, Alf

Otte, Eva-Maria

Otte, Volkmar

Reim, Reinhard

Seidemann, Burkhart

Seime, Harald


3 Stammbaum

4 Überblick über die Mitglieder der Ensembles und deren Stücke

4.1 Pantomimenensemble vom Deutschen Theater

4.2 Pantomimen Theater vom Prenzlauer Berg

4.3 Theater ohne Worte

4.4 Compagnie de Comédie

4.5 Salto Vitale

4.6 Pantomime Studio Jena / Weimar

5 Nachwort

6 Danksagung

7 Quellenangabe

7.1 Persönliche Gespräche und Unterlagen

7.2 Sekundärliteratur

7.3 Literaturempfehlungen

8 Anhang

 

 

1 Einleitung

Mit dem Anliegen uns durch diese Arbeit einen Überblick über die

Pantomimeszene der ehemaligen DDR zu verschaffen, stürzten wir uns im

Frühjahr 2009 waghalsig und ohne Vorbehalte in ein Fass ohne Boden. Zu diesem

Zeitpunkt hatten wir keine Ahnung, wohin uns dieses Vorhaben führen würde.

Seitdem haben wir uns im freien Fall mit gut einem Dutzend Vertretern des Genre

getroffen und uns, beständig aber unbemerkt, in das Thema festgebissen. So

fanden wir uns plötzlich in dem letzten verrauchten Café Kreuzbergs wieder,

bekamen Briefe von Menschen, die wir nie zuvor gesehen hatten und

unternahmen waghalsig einen Ausflug zu einem 60 km entfernten Gutshof ohne

Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz. Wir schlichen uns ins Mimecentrum, um

stundenlang seltene Zeitdokumente zu kopieren, wir sprachen mit einem Dresdner

Pantomimen auf einem Festival in Polen, wir besuchten alte Berliner Wohnungen

und neuere, etwas jüngere Theaterstandorte. Zunächst führten wir die Gespräche

gemeinsam, später dann, als uns die Ausmaße der Arbeit mehr und mehr bewusst

wurden, teilten wir sie uns auf, unternahmen Recherchen, die unseren jeweiligen

Interessen entsprachen. Die Reaktion auf unsere neugierige Fragerei hätte dabei

unterschiedlicher nicht sein können. Sie reichte von freudigem Entgegenkommen

über reges Interesse bis hin zu kommentarlosem Schweigen und vehementer

Abwehr. Dass wir mit unseren Fragen ein recht emotionales Thema berührten,

nämlich wer von wem lernte und unter welchen Bedingungen, wurde uns im Laufe

der Zeit immer mehr bewusst. Unser Anliegen war es jedoch die damalige

Entwicklung der Pantomime so wertfrei wie möglich zu dokumentieren.

Im Folgenden findet sich eine Übersicht mit 26 Kurzbiographien der damals aktiven

Mimen und Pantomimen. Dabei war es unser Ziel, dem Leser einen schnellen

Überblick über den Werdegang der einzelnen Künstler.innen zu verschaffen und

gleichzeitig deren Zusammenarbeit mit Ensembles zu berücksichtigen. In

Anlehnung an die thematisch dieser Arbeit vorausgehenden Broschüre von Selma

Roth und Merlin Pohse („Entwicklung der Pantomime/Mime im 20. Jahrhundert“)

und der Einfachheit halber, sind wir dafür bei dem Konzept geblieben, jede Person

dem Alphabet nach auf ein bis zwei Seiten vorzustellen. So lassen sich Namen

unkompliziert und schnell nachschlagen. Dabei haben wir uns entschlossen,

Etienne Decroux, Marcel Marceau und Jean Soubeyran zu Beginn gesondert

vorzustellen, da diese eher indirekt in die Entwicklung der Pantomime in der

ehemaligen DDR involviert waren, ohne deren Schaffen aber die Pantomimeszene

in der DDR so nicht denkbar gewesen wäre. Desweiteren haben wir in einem

Stammbaum die unterschiedlichen Lernzusammenhänge zwischen den einzelnen

Künstlerinnen dargestellt und schließlich die Ensembles mit deren Stücken und

Mitgliedern aufgelistet.

 

 

5 Nachwort

Im Zuge der umfangreichen Recherche für diese Arbeit war es zunächst einmal

notwendig, uns in dem Gewusel an pantomimischen Aktivitäten dieses

vergleichsweise recht kleinen Landes, zurecht zu finden. Bald kristallisierten sich

jedoch vier wesentliche geographische Dreh- und Angelpunkte in Sachen Mime/

Pantomime heraus: diese waren hauptsächlich in Berlin, Dresden, Jena bzw.

Weimar und zeitweise auch in Rostock zu finden.

Die Spuren der Entwicklung lassen sich tatsächlich auf zwei Personen

zurückführen: Marcel Marceau, der mit seinen regelmäßigen Gastspielen ab ca.

1955 in der ehemaligen DDR unzählige Menschen begeistert und inspiriert. Und

Jean Soubeyran, der von 1957 bis zum Bau der Mauer im Ostteil der Stadt Berlin

lebt, dort inszeniert und unterrichtet. Diese beiden Vertreter haben mit ihrem

Schaffen die Pantomimeszene der DDR entscheidend geprägt. Von ihrer Tätigkeit

angeregt, nehmen Menschen in den unterschiedlichsten Teilen des Landes, zu

Beginn noch recht unabhängig von einander, ihre ersten pantomimischen

Gehversuche auf. In Berlin sind es Eberhard Kube und Volkmar Otte, die von

Marceau inspiriert, an der Komischen Oper bei Soubeyran ihren ersten Unterricht

erhalten. Unterdessen forschen Harald Seime in Jena und Siegmar Cholet in

Freiberg auf eigene Faust, auch der Gehörlose Kurt Eisenblätter erprobt sich

unabhängig davon in Berlin. Zu Beginn der sechziger Jahre gibt schließlich die

Wiener Tänzerin Hanna Berger, das eben gerade bei Marceau erlernte Wissen, an

der Schauspielschule Leipzig an Gerd Glanze weiter. Dieser wiederum infiziert

während seines Engagements als Sänger-Darsteller an der Operette in Dresden

Ralf Herzog, Dagmar Dark und Jürgen Just. Es entsteht das Theater ohne Worte,

das sich später dem Volkstheater Rostock anschließen wird. Währenddessen

formieren sich in Berlin zwei weitere große Ensembles: das staatliche Pantomimen

Ensemble am Deutschen Theater und das Pantomimen Theater vom Prenzlauer

Berg. Zwischenzeitlich kommt es zu einer Kooperation zwischen dem damaligen

Leiter des Pantomimen Ensembles vom Deutschen Theater Volkmar Otte und dem

2. Pantomime Ensemble der Gehörlosen unter Kurt Eisenblätter. Leider ließen sich

im Zuge der Recherche keine weiteren Angaben über deren Stücke herausfinden.

Bei den regelmäßig stattfindenden Wochen des Gestischen Theaters treffen sich

die aktiven Künstler.innen, um sich auszutauschen und weiterzubilden. So kommt

es auch, dass trotz mancher politischer Widerstände, Spieler von einer Truppe in

die andere wechseln. Mitte der 80er Jahre gründet sich in Dresden die

Clownstruppe Salto Vitale, die mit ihren Shows weit über die Grenzen des Landes

hinaus bekannt wird. Es entsteht eine rege Szene und eine Vielzahl

unterschiedlichster Mimen geht aus den Studios in Jena, Dresden und Berlin

hervor.

Die Schwierigkeit im Verlauf unserer Recherche bestand vor allem darin,

überhaupt herauszufinden, wer wann und wo aktiv war. Als nächstes stellte sich

die Frage, wer eigentlich als Mime/Pantomime zählt und wer nicht. Uns wurde noch

einmal deutlich bewusst, wie schwierig es ist, eine Theaterform, die aus dem

Moment entsteht und gänzlich oder wenigstens teilweise ohne Worte auskommt, zu

dokumentieren und einzuordnen. Hinzu kam der politische Aspekt. Was hatte das

politische System für eine Auswirkung auf das künstlerische Schaffen? Trotz

kontinuierlicher Nachfrage ist es uns diesbezüglich nicht gelungen, eine

eindeutige Aussage zu treffen. Dies liegt in den völlig unterschiedlichen Antworten

begründet und zeigt sich auch in den von einander abweichenden Lebenswegen.

Während es in manchen Fällen, wie etwa bei Anke Gerber bis zu einer

Ausbürgerung kommt, ergibt sich in anderen wie etwa bei dem Pantomime

Ensemble am Deutschen Theater, ein recht nahrhafter Boden für künstlerischen

Ausdruck.

Viele der damals aktiven Künstler.innnen sind nach wie vor tätig, die wenigsten

verstehen sich allerdings noch als klassische Pantomime im Sinne Marceaus, wie

es in der ersten Generation von Pantomimen in der DDR noch größtenteils der Fall

ist. Nichtsdestotrotz sind sie häufig dem bewegungsorientierten Theater treu

geblieben und ergänzen ihre Fertigkeiten mit weiteren theatralen Mitteln oder

forschen in anderen Kunstrichtungen. Wir haben uns schließlich entschlossen,

diejenigen in die Arbeit aufzunehmen, die sich im Laufe ihres künstlerischen

Werdeganges einmal selbst als Pantomime verstanden. Aufgrund der bereits

erwähnten Schwierigkeiten im Zuge der Recherche und dem Mangel an Literatur

zum Thema, waren wir vor allem auf persönliche Gespräche angewiesen. Dadurch

erklärt sich auch die unterschiedliche Ausführlichkeit in den einzelnen

Biographien. Hier konnten wir lediglich auf das subjektive Erinnerungsvermögen

unserer Gesprächspartner vertrauen. Diese Erinnerungen widersprechen sich in

manchen Fällen oder waren inhaltlich ungenau. Demzufolge bitten wir um

Verständnis hinsichtlich der Vollständigkeit der Arbeit. Trotzdem wir die Gespräche,

die wir führten, mit größtmöglicher Sorgfalt protokollierten und auswerteten, ist es

doch anzunehmen, dass Ungenauigkeiten auftauchen. Dies ist von uns weder

beabsichtigt noch erwünscht. Nichtsdestotrotz ist es uns schließlich gelungen mit

dieser Arbeit eine recht umfangreiche und vielfältige Zusammenfassung der

Pantomimeszene der ehemaligen DDR zu erstellen und so den Gedanken weiter

zu verfolgen, den Menschen, die sich für dieses schnelllebige, schwer zu

dokumentierende, kaum fassbare Genre engagierten, einen Platz zu geben. Diese

Idee faszinierte uns nicht zuletzt deshalb, weil auch wir durch den Unterricht bei

Anke Gerber, Burkhart Seidemann u. a. Teil dieses Stammbaums geworden sind.

Durch die Gespräche mit anderen Mimen ist es uns nicht zuletzt gelungen, uns

selbst einen Schritt näher zu kommen und dadurch ein Verständnis dafür zu

entwickeln, wo sich die Wurzeln unseres künstlerischen Ausdrucks befinden.

Um so mehr würde es uns freuen, wenn diese Zusammenfassung zu weiteren

Diskussionen, Reflexionen oder gar einem Treffen anregt.

Manche Personen konnten wir wegen Mangel an Informationen nicht in unsere Arbeit aufnehmen.

 

6 Danksagung

An dieser Stelle möchten wir uns bei Selma Roth und Merlin Pohse bedanken, die

uns durch ihre schriftliche Arbeit „Entwicklung der Pantomime/Mime im 20.

Jahrhundert“ eine Anregung dafür waren, diese Arbeit zu schreiben und so den

Gedanken eines Stammbaums der Pantomime weiter zu verfolgen.

Wir danken Burkhart Seidemann, der mit seinem fundierten Wissen über

erzählerisches Spiel und seinen lebendigen Erzählungen während unserer

Schulzeit, diesen Wunsch in uns weiter genährt hat. Einen herzlichen Dank an

Thilo Wittenbecher und Reinhard Reim, die uns in den allerersten Gesprächen

einen Überblick über das Thema verschafften und uns gleichzeitig mit unzähligen

Namen von Gruppen und Personen vor eine spannende Aufgabe stellten. Wir

danken Bernd Hahnke, Ralf Herzog, Anke Gerber, Gerd Glanze, Eberhard Kube,

Andreas Kühnel und Fine Kwiatkowski für die Zeit und die Bereitschaft sich mit uns

für ein oftmals langes, persönliches Gespräch zu treffen. Außerdem danken wir

Siegmar Cholet, Dagmar Dark, Constance Debus, Harald Seime, Rainer König, Alf

Mahlo, Ingo Müller, Kristina Busch und Ursula Lemke für die telefonischen

Gespräche, den regen Briefverkehr und das Material, das sie uns in Form von

Bildern, Artikeln und Texten zur Verfügung stellten. Ohne diese Unterstützung wäre

die Arbeit nicht zustande gekommen. Allen Beteiligten danken wir für das

Vertrauen, das sie uns entgegen gebracht haben, indem sie bereit waren diese

Informationen in unsere Hände zu legen.

Wir bedauern, dass der Kontakt zu Peter Baumgart, Kurt Eisenblätter, Matthias

Faltz, Lutz Jope, Jörg Jüsche, Jürgen Just, Matthias Krahnert, Eva-Maria und

Volkmar Otte und Günter Richter aus verschiedenen Gründen nicht oder nur

bedingt zustande kam. Dadurch konnten wir diese nicht oder nur bedingt mit in die

Arbeit aufnehmen.

Besonders wichtig ist es uns, noch einmal darauf aufmerksam zu machen, dass

jeder ergänzende Hinweis bezüglich Personen oder Jahreszahlen von

unschätzbarem Wert für uns ist. Wir freuen uns also sehr darüber, wenn diese

Arbeit den einen oder die andere Leserin dazu auffordert, uns direkt

anzusprechen.

 

Berlin, im Herbst 2010

Nadja Rothenburger Selina Senti

Kontakt

Nadja Rothenburger Selina Senti

n.rothenburger@gmx.at manouche@gmx.net

030/21468703

 

7.1 Persönliche Gespräche und Unterlagen

Busch, Kristina: schriftlicher Austausch vom 22.08. – 04.09. 2010

Cholet, Siegmar: schriftlicher Austausch vom 12.09. 2009

Dark, Dagmar: schriftlicher Austausch im November 2009

Debus, Constance: schriftlicher Austausch im November 2009

Debus, Constance: „Geschichte des Pantomimen Theaters vom Prenzlauer Berg“

www.constance-debus.de

Finke, Jens: schriftlicher Austausch vom 23. – 26.08. 2010

Gerber, Anke: persönliches Treffen am 06.07. 2009 Café Jenseits, Berlin

www.anke-gerber.de

Glanze, Gerd: persönliches Treffen am 13.01. 2010, East Side Gallery Berlin

Glanze, Gerd: Programmheft „Theater ohne Worte“

Hahnke, Bernd: am 17.06. 2010

Herzog, Ralf: persönliches Treffen am 04.06. 2009, Wroclaw, Polen

König, Rainer:

schriftlicher Austausch und Telefonat vom 10.03.2010

Kube, Eberhard: persönliches Treffen vom 03. – 04.10. 2009, Kulturgut Wrechen

Kühnel, Andreas: persönliches Treffen am 28.09. 2010, Otto-Suhr-Allee, Berlin

Kwiatkowski, Fine: persönliches Treffen am 11.08. 2010, Berlin

Lemke, Ursula: schriftlicher Austausch im November 2009

Mahlo, Alf: Telefonat vom 09.09. 2010

Reim, Reinhard: persönliches Treffen am 11.10. 2009, Schönhauser Allee, Berlin

Seidemann, Burkhart: persönliches Treffen am 22.05. 2009, Storkower Bogen,

Berlin

Seime, Harald:

schriftlicher Austausch vom 07.12. 2009

Wittenbecher, Thilo: persönliches Treffen am 11.05. 2009, Mimecentrum, Berlin

www.hfs-berlin.de

Pohse, Merlin & Roth, Selma: „Entwicklung der Pantomime/Mime im

20.Jahrhundert“

Reinisch, Marion (Hrsg.): Auf der großen Straße. Jean Weidts Erinnerungen,

Henschelverlag, Berlin 1984, Seite 17

Seidemann, Burkhart : „15 Jahre Pantomimen Ensemble am Deutschen Theater

Berlin“

http://www.sk-kultur.de/tanz/berger.htm

http://web.archive.org/web/20070708085659/http://www.tanz.at/KRITIK_2006/texte/

KRIT_04_274.html

www.taubenschlag.de/html/ssh/1351.pdf

www.taubenschlag.de/html/ssh/1460.pdf

Theaterlexikon, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1978

7.2 Sekundärliteratur

www.dagmardark.de

Regina Linde, „Frauen in der Pantomime“

Meffert, Barbara, „Welt der Pantomime“, Wilhelmshaven 1984

Soubeyran, Jean „Die wortlose Sprache, Lehrbuch der Pantomime“, Friedrich,

Velber bei Hannover 1963; Orell Füssli, Zürich und Schwäbisch Hall 1984

http://www.fine-k.de/

7.3 Literaturverzeichnis

Text aus http://www.kulturportal-mv.de/index.phtml?

showdata-50&Instanz=33&Datensatz=1&SpecialTop=8

www.kultur-gut-wrechen.de

www.mimecentrum.de

8 Anhang

Dagmar Dark

Dem weltbekannten Franzosen Marcel Marceau verdanken wir, dass er die

Pantomime mit einer modernen Technik von Etienne Decroux weiterentwickelte

und über den ganzen Erdball verbreitete. In vielen Ländern gab es begeisterte

Anhänger.

Eine seiner Gastspielreisen führte ihn 1966 in die DDR. Dagmar Dark, zutiefst

beeindruckt von seiner Kunst, beschloss Pantomimin zu werden.

Bereits ein Jahr später gehörte sie dem ersten professionellen Pantomimetheater

der DDR an. Das „Theater ohne Worte“ hatte seine Bühne am Volkstheater in

Rostock.

Nach 5 Jahren praktischer Theaterarbeit waren die Grundlagen für eine

selbstständige Weiterentwicklung geschaffen.

Die Ausbildung junger Talente lag ihr besonders am Herzen. 16 Jahre

unterrichtete sie das Fach Pantomime an der Hochschule für Schauspielkunst in

Rostock.

Sie ist eine Künstlerin, die die Technik der klassischen Pantomime perfekt

beherrscht.

In ihrer künstlerischen Laufbahn entstand ein thematisch anspruchsvolles und

breitgefächertes Repertoire für Erwachsene und für Kinder. Mit der Figur Clown

Dag, die 1979 aus der Taufe gehoben wurde, begeistert sie alle Kinder.

Dagmar Dark blickt auf eine langjährige Bühnenerfahrung zurück und schafft mit

ihrer „stillen Kunst“ Momente der Besinnlichkeit und Nachdenklichkeit, aber auch

Heiterkeit und Zuversicht.

Weiterer Ausschnitt:

(aus der Broschüre des „Theater ohne Worte“ von Gerd Glanze)

Das Ensemble bekennt sich voll und ganz zum Stil der klassischen Pantomime.

Gerd Glanze meint dazu: „Das Bemühen um einen eigenen, ehrlich empfundenen

Habitus ist notwendig, doch ein eigenwilliger Stil um der Eigenwilligkeit und des

Neuen willen ist falsch; es sei denn, er birgt in sich noch bessere

Ausdrucksmöglichkeiten und größere Vertiefung und Verständlichkeit. Ich glaube,

dass das Spezifikum des klassischen Stils- Abstraktion, genaue Analyse der

Bewegung- das Spezifikum der Pantomime überhaupt ist und ihren eigenartigen

Reiz ausmacht.“

Foto: Charlie Dave