Kind auf der Bühne Stage von Mikael Wiman

Seit knapp 20 Jahren spiele ich Pantomimeshows, Robotershows und Walking Acts. In dieser Zeit habe ich Dinge richtig aber auch Fehler gemacht. Dadurch habe ich vor allem viel gelernt: Wie man Shows konzipiert, Stücke performt und welche Wege es gibt, über die man Kunst verkaufen kann. Da diese drei Kategorien das Arsenal jedes Performance-Künstlers sind, habe ich meine Tipps in folgende vier Kategorien unterteilt:

  • Tipps zum Kreieren von Shows
  • Tipps zum Performen von Shows
  • Tipps zum Vermarkten von Shows
  • Tipps um auf lange Sicht erfolgreich zu werden (auch finanziell)

Tipps zum Kreieren von Shows 

1. Erstellen und Überarbeiten sind zwei separate Schritte

Das Gehirn kann nur eine Sache gleichzeitig machen, entweder es denkt sich neue Sachen aus oder es verbessert vorhandenes Material. Das trifft fürs Schreiben oder Konzeptionieren gleichermaßen zu.

Wenn ich einen Post schreibe, dann versuche ich ihn in einem Rutsch zu schreiben. Dabei springe ich wenn möglich nicht zurück. Ich lasse Rechtschreib- und Grammatikfehler zu und konzentrieren mich nur auf den Inhalt. Nach einer Weile komme ich in einen Schreibfluss, bei dem ich in kurzer Zeit viel Text schaffe.

Danach lasse ich das Material ein oder zwei Tage liegen. Zwei Wochen sind auch ok. In der nächsten Phase editiere ich das Ganze. Das ist ein komplett anderer Prozess. Würde ich alles auf einmal machen verliere ich mich in Details und komme nicht voran.

Mit Shows verhält es sich genauso. Egal ob du etwas physisches performst, Lieder schreibst oder eine neue Comedy Routine erarbeitest. Gehe vom Großen zum Kleinen.

Wir alle wisse: künstlerische Werke sind nie richtig fertig. Es ist vielmehr ein dynamischer Prozess, der sich permanent verändert.

2. Habe eine Meinung – und steh dazu

Ich halte nichts von dogmatischen Einstellungen doch eine starke Meinung ist wichtig damit Shows authentisch wirken. Das zählt vor allem für Solokünstler, die Stand up Comedy performen oder allgemein viel in ihrer Show erzählen. Das Publikum ist nicht nur an der Show sondern vor allem auch an dem Darsteller interessiert.

Ein gutes Beispiel dafür ist Georg Carlin, er seine Meinung kundtut. Ohne Kompromiss.

Wir wollen, dass uns Künstler inspirieren und eine neue Sichtweise zeigen. Niemand nimmt ein Fähnchen im Wind ernst. Habe keine Angst auch eine nicht so populäre Meinung einzunehmen. Damit meine ich nicht aus Prinzip „kontra“ zu sein sondern deine eigene Sichtweise darzulegen. Überlege, was dir wichtig ist und stehe dahinter. Sei dabei nicht dogmatisch. Wenn du deine Meinung einmal änderst, möchtest du dabei nicht das Gesicht verlieren.

3. Arbeite jeden Tag 

Arbeite regelmäßig an deinem Programm. Diese Routine verschafft dir ein großes Output. Es geht nicht darum, dass jedes Werk eine Meisterleistung wird. Aber durch das Üben und Probieren wird man besser. Auch wenn reines Üben nicht der Garant für Erfolg ist, es ist der Habitus, der dich weiterbringt. Mit der Zeit lernst du neue Techniken und wie du deine Übungszeit effektiv nutzt. Strebe nach Output, nicht nach Perfektion.

4. Erstelle verschiedene Sachen

Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen, die über einen Zeitraum beim Töpfern jeden Tag etwas neues getöpfert haben das Handwerk besser erlernten und kreativer waren als die Gruppe, die im selben Zeitraum immer am selben Werk gearbeitet hat. Halte nicht an der „einen großen Idee“ fest sondern probiere mehrere Sachen aus.

Eine große Idee kann zu wichtig werden, so dass man sich in ihr verliert. Nach einer Weile hat man Angst vor dem Fertigwerden, weil damit auch die Bewertung des Werkes kommt. Niemand gesteht sich gern ein, dass er fünf Jahre mit einer Idee zugebracht hat, die sich am Ende als doch nicht so genial entpuppt. Viele Künstler werden dann einfach nicht fertig mit dem Projekt.

5. Gib Ideen Zeit sich zu entwickeln

Eine Idee ist eine Skizze und eine Skizze kein Meisterwerk. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Theaterstück nach der ersten Probe läuft. Gute Dinge brauchen Zeit und viel Verbesserung. Schriftsteller überarbeiten Passagen 10, 20 oder noch öfter bis es passt.

6. Benutze mehrere Ansätze

Jeder Darsteller hat in der Regel eine Schule besucht oder praktiziert den Stil, den er gelernt hat. Wie ein Handwerker, der verschiedenen Werkzeuge benutzt, solltest auch du deine Werkzeugkiste an Fähigkeiten erweitern.

7. Tausche Teile der Show aus und verbessere die Einzelaspekte

Eine Show oder ein Konzert ist nie komplett schlecht oder komplett gut. Schau dir Einzelteile an, die du verbessern kannst. Wie Kapitel oder Passagen in einem Buch, kann man auch Teile einer Show austauschen oder verändern. So verbesserst du dein Programm kontinuierlich.

8. Hole dir Feedback

Feedback vom Publikum ist oft gut für das Ego aber wenig hilfreich, wenn man die eigene Performance verbessern möchte. Ein „War echt super!“ oder „Wir hatten viel Spaß!“ ist unkonkret. Lade dir Gäste und Kollegen zu Auftritten ein, die dir konkretes Feedback und ihre Sichtweise geben können.

9. Zeichne deine Show auf Video auf

Video ist das härteste Feedback, dass du bekommen kannst. Zeichne deine Shows auf so oft du kannst. So kannst du dich selber beurteilen und siehst den Unterschied, wie du wirken möchtest und wie du tatsächlich wirkst.

10. Drück deine Sorgen und Gedanken aus

Shows leben davon, dass sich das Publikum mit dir identifizieren kann. Wenn du keinen Stoff hast, benutzte deine eigenen Sorgen und Gedanken als Thema. Egal wie banal. Egal wie persönlich. Diese Grundlage ist der Startschuss. Danach geht es weiter bis du im Fluss bist. (Vergleiche Tipp Nummer eins).

11. Perfektion tötet Dich

Viele Künstler stehen sich selber im Weg, weil sie Angst vor dem Scheitern haben. Sie besuchen eine Schule nach der anderen. Nehmen an allen möglichen Workshops teil ohne dass sie das Gelernte im eigenen Programm anwenden.

Nicht dass Schulen und Workshops schlecht sind. Sie müssen aber zielgerichtet sein.

Man hört vielleicht: „Ich kann noch nicht auftreten, ich bin noch nicht gut genug.“. Kann sein, dass dies für eine große Abendgala stimmt. Doch selbst die kleinste Idee kann aufgeführt werden. Nutze das resultierende Feedback und arbeite weiter an deinem Programm. Du weist nicht was funktioniert, wenn du es nicht vor echtem Publikum getestet hast.

12. Formuliere Anweisungen positiv

Im Probenraum oder wenn du Workshop gibst, erhältst du bessere Resultate, wenn du deinen Wunsch oder Korrektur positiv formulierst. Vermeide die Negation. Ein Beispiel:

Negativ: „Geh nicht so schnell.“ Positiv: „Geh langsamer.“

Negativ: „Steh nicht so krumm.“ Positiv: „Steh gerade.“

Negativ: „Bewege dich nicht wie ein alter Mann.“ Positiv: „Bewege dich zackiger.“

Wenn du deinem Übungspartner oder Kursteilnehmer positiv formulierte Anweisungen gibst, wissen sie konkret was du von ihnen willst. Sie müssen es nicht selber interpretieren. Außerdem erspart es viel Frust, weil der Gegenüber sich weniger angegriffen fühlt.

Tipps zum Performen von Shows

13. Trage deine Show nicht „Wort für Wort“ vor

Wenn du dein Programm „Wort für Wort“ vorträgst wirkt deine Show mechanisch. Es scheint so, als ob du deinen Text abliest. Der zweite Nachteil: Wer bei auswendig gelernten Texten eine Stelle vergisst, der weiß nicht mehr wie es weitergeht.

Wenn du dich mit Freunden unterhältst, merkst du dir auch nicht jedes Wort. Du bringst die Geschichte trotzdem rüber. Genau darum geht es. Erschaffe eine Atmosphäre, als ob du dich mit Freunden unterhältst. Gestelzte Wortformulierungen, in denen du deinen Gästen zeigen möchtest wie clever du bist, machen keinen Spaß. Ein lockerer natürlicher Fluss ist das Mittel der Wahl.

Aber: Weil ein starker Anfang und ein starkes Ende wichtig sind kannst du diese Passagen auswendig lernen. Das Material dazwischen sollte frei und trotzdem strukturiert sein. Wer sich damit trotzdem noch unsicher fühlt, kann den Anfang und das Ende einzelnen Passagen lernen. Mit der Zeit wird das automatisch lockerer.

14. Erstelle einen „Setlist“

Musiker legen die Reihenfolge ihrer Stücke bei Konzerten mit einer Setlist fest. Diese Reihenfolge kann ausgetauscht oder variiert werden. Eine Setlist ist ein Leitfaden an den man sich hält, wenn man im Eifer des Gefechts nicht mehr weiß, wo man steckt. Besteht deine Show aus viel Erzählstoff kann die Setlist die Themen beinhalten, über die du sprechen willst. Schreibe nur die Themen oder wichtige Stichpunkte auf. Die Setlist ist ein grober Überblick.

15. Setze den Fokus auf das Material, nicht auf dich

Du kannst dich nur auf dich selber oder auf dein Material konzentrieren. Wenn du dich nur auf dich selber konzentrierst und dir zum Beispiel die Fragen stellst. „Wie wirke ich. Klingt meine Stimme komisch? Hatte ich die ganze Zeit den Hosenstall offen und alle haben es bemerkt?“  – dann ist Lampenfieber und Nervosität vorprogrammiert. Fokussiere dich lieber auf das Material. Denke an die Geschichte, das Musikstück oder die Performance, die du zeigen willst. Wieder hilft die Vorstellung, dass du es einem Freund vorträgst. Da geht es auch um die Geschichte, das Material das du rüberbringen möchtest.

16. Interagiere mit dem Publikum 

Wenn Performer mit dem Publikum interagieren, ist das eine der spannendsten Komponenten einer Show. Selbst wenn die Interaktion vorbereitet oder eine Standardsituation ist. Der Zuschauer kennt das Programm nicht. Für ihn ist es immer wieder spannend, wie die Situation ausgeht.

Einundertprozentig kann man solche spontanen Situationen nie vorherbestimmen. In dieser Gefahr liegt auch der Reiz beim Zuschauer. Ich freue mich selbst bei Straßenshows, die ich schon zum x-ten mal gesehen haben, immer wieder auf diese Stellen.

Wenn du durch Zufall eine gute Interaktion mit dem Publikum hattest dann finde heraus, warum das gut war und versuche diese „spontanen“ Interaktion gezielt einzubinden. Damit hältst du die Show interessant selbst für die Fans, die dich schon mehrmals gesehen haben.

17. Performe regelmäßig vor Publikum

Übung macht dich gut. Übung vor Publikum noch besser weil du mehr Sicherheit auf der Bühne bekommst. Die Möglichkeiten für das Spielen vor Publikum sind begrenzt doch es gibt sie. Gerade in großen Städten gibt es offene Bühnen. Man kann ohne viel Aufwand an diesen Veranstaltungen teilnehmen.

Zauberer können zudem in Kindergärten oder Seniorenwohnheimen performen. Ich kenne mindestens einen guten Magier, der seine Routinen dadurch zur Perfektion geschliffen hat. Es ist nicht nur das Material sondern vor allem die Präsentation. Und die lernt man in der Praxis.

18. Finde einen regelmäßigen Veranstaltungsort

Finde einen Ort, an dem du regelmäßig spielen kannst. Das bringt gleich drei Vorteile mit sich.

  1. Du kannst regelmäßig vor Publikum üben.
  2. Du kannst regelmäßig neues Material ausprobieren.
  3. Du bist sogar gezwungen ständig neues Material zu bieten, da die Gäste die selben Nummern nicht immer wieder sehen möchten.

Bars mit offenen Bühnen sind dafür ideal.

19. Ein Lacher oder Zwischenapplaus macht noch keine Show

Wenn das Publikum einen Zwischenapplaus gib oder du einen Lacher an der richtigen Stelle bekommst, dann macht sich dieses wohlige selbstbewusste Gefühl breit. Publikumsreaktionen sind das Schönste, was man bekommen kann und jeder Performer möchte in seinen Shows gern viel davon.

Ruh dich nicht darauf aus. Diese Reaktionen sind die Basis für einen Witz oder eine tolle Darbietung. Das ist nicht das Ende der Show sondern deren Anfang. Auf diese Reaktionen kannst du aufbauen.

Du kannst optimieren. Nimm Teile heraus, füge etwas hinzu oder spiele mit dem Timing.  Dann wieder raus auf die Bühne und ausprobieren wie es die Reaktion verändert.

20. Offene Bühnen und kostenlose Gigs sind zum trainieren

Auch wenn es egoistisch klingt: Die kostenlosen Gelegenheiten die du dir suchst sind da, damit du trainieren kannst. Die Gäste haben nicht dafür bezahlt, dich zu sehen, du schuldest ihnen auch nichts. Du kannst frecher sein als sonst und neue Dinge ausprobieren, die vielleicht fragwürdig sind. Du wirst die Gäste trotdem unterhalten. Auch wenn es nicht das Besten ist, was du zu bieten hast. Nutze diese Chancen und feile an Material und Darbietung.

21. Sei human zu „Freiwilligen“ 

Für die meisten Gäste ist es ein Graus als „Freiwilliger“ ausgesucht zu werden. Man ist dem Künstler ausgeliefert und weiß nicht was mit einem passiert. Dazu kommt die Aufmerksamkeit der Gäste, vor denen man sich nicht blamieren möchte. Geht deswegen human mit Freiwilligen um und kenne die Grenzen.

Nicht nur der Gast verliert sonst sein Gesicht sondern du auch. Außerdem machst du es den Kollegen schwer, die nach dir kommen und ebenso darauf angewiesen sind, dass das Publikum mitspielt. Denke immer daran: Alle Gäste wollen Spaß haben, nicht dein Ego polieren.

22. Lass Deinen Unmut nicht am Publikum aus

Du hast lange an deinem Programm gesessen: Geprobt, verworfen und wieder geprobt. Das Theater fasst 300 Plätze und nur acht sind besetzt. Das ist frustrierend und maximal unbefriedigend. Es ist nicht die Schuld des Publikums, dass der Laden leer ist. Sie fühlen sich genauso unwohl allein in diesem großen Raum.

Lass deinem Unmut nicht an ihnen aus. Sei ihnen dankbar, dass sie erschienen sind. Dein Groll verdirbt dir und den Gästen den Spaß. Noch viel wichtiger: Du verpasst die Chance an deinem Material zu arbeiten. Jetzt kannst du erneut deine Fähigkeiten üben, wie man entspannt vor einem schwierigen Publikum agiert. Viele Performer glauben, dass eine Show über den Werdegang ihrer Karriere entscheiden kann. Das ist eine Illusion. Erfolgreiche Künstler haben teilweise pro Tag 2-3 Shows. Eine verissene Show ist nicht das Ende der Welt. Es geht weiter.

23. Finde ein Gleichgewicht zwischen kreieren und performen 

Probenräume sind sichere Orte. Wir können uns ausprobieren, uns mit Kollegen austauschen und forschen. Es gibt keine Kritik des Publikums, keine unangenehme Stille. Diese Sicherheit ist so kuschelig und warm, dass viele lieber proben anstatt zu performern.

Natürlich sollst du nicht mit halbfertigen oder schludrig geprobten Stücken auf die Bühne. Aber es gibt einen Unterschied zwischen „nicht gut genug sein“ oder vor der „Angst zu versagen“. Die Angst hat jeder Künstler. Jeden Performer den ich kenne, zweifelt von Zeit zu Zeit alles an. Überwinde die Angst und stelle dich deinem Publikum. Du kannst es doch!

Tipps zum Verkaufen von Kunst und Shows

24. Habe mindestens ein herausstellendes Merkmal

Ein Jongleur jonglier, ein Zauberer zaubert. Die Konkurrenz ist groß und viele Acts und Künstler gleichen sich. Das ist ganz normal, denn man kann das Rad nicht neu erfinden. Doch jeder Act muss ein Alleinstellungsmerkmal finden.

Dein Act braucht einen Charakter. Dein Show braucht ein Alleinstellungsmerkmal an das man sich erinnern kann. Optisch geht das ganz leicht. Aber nicht zu jedem Act passt ein rosafarbener  Anzug mit Rundumleuchte auf dem Kopf. Erschafft inhaltlich Charakterzüge, die man sich merken kann.

25. Habe ein Programm oder einen Act, dann kümmere dich ums Marketing

Klingt offensichtlich – ist es aber nicht. Gehen wir mal davon aus, dass du als Performer auf einer Schule warst und ein gewisses Arsenal an Skills hast. Diese Fähigkeiten allen bringen dich nicht weiter, wenn du direkt gebucht werden möchtest. (Es sei denn du willst in einem Ensemble arbeiten).

Selbst wenn du drei sehr gute Schulen nacheinander besucht hast, bringt dir das in der freien „Show-Wirtschaft“ alleine keine Punkte. Hier fängst du bei Null an. Du kannst nur deine Show oder deinen Act verkaufen. Du solltest etwas Fertiges vorweisen können und das auch beschreiben können.

26. Triff dich mit Kollegen

Jeder Performer sammelt seine eigenen Erfahrungen. Nicht jeden Fehler muss man selber machen. Wende dich an deine Kollegen. Ich frage oft bei Kollegen nach, wie ein bestimmtes Festival verlaufen ist, was sie für eine Gage bekommen haben oder welche Erfahrungen sie mit bestimmten Agenturen gesammelt haben. Ich teile meine Erfahrungen ebenso.

Andere Kollegen sind ein paar Schritte weiter als du. Von ihnen kannst du nicht nur technisch was lernen sondern auch, wie man mit schwierigen Kunden umgeht.

27. Sei kein Arsch

Selbstbewusstsein ist gut. Arroganz ist schlecht.Der Übergang ist fließend. Vor allem, wenn Künstler zu schnell Erfolg bekommen. Es ist immer ein auf und ab deswegen sollte man gut mit Kollegen, Auftraggebern, Personal und Publikum umgehen. So wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Auf lange Sicht recht sich schlechtes Verhalten. Je einfacher es ist mit dir zu arbeiten, desto mehr Auftritte bekommst du.

28. Sei professionell

Professionell bedeutet nicht, dass du einen zehnseitigen Vertrag hast, in dem jede Kleinigkeit geregelt ist. Professionalität bedeutet, dass du pünktlich, freundlich und vorbereitet bist.

Egal wie gut deine Show ist. Ab einer bestimmten Liga geht es dem Booker vor allem darum, das man gut mit dir arbeiten und sich auf dich verlassen kann.

29. Netzwerke

Ein gutes Netzwerk ist für die meisten Performer die beste Marketingstrategie. Die meisten Jobs die ich bekomme, sind von Auftraggebern, mit denen ich schon einmal gearbeitet habe.

Wenn ich jemanden für einen Auftrag engagiere, dann frage ich auch Künstlerkollegen die ich kenne. Du merkst schon, dass Tipp „Sei kein Arsch“ und „Sei professionell“ sehr eng mit dem Netzwerkgedanken zusammen hängen. Eine persönliche Empfehlung ist mehr Wert als dein Promovideo.

30. Nutze dein Netzwerk

Du hast ein Netzwerk. Vielleicht ist es noch klein, aber du hast eins. Warte nicht, dass die Leute allein auf dich zukommen. Frage aktiv nach und biete dein Programm an. Vielleicht richten Kollegen eine Show aus. Bleibe dran ohne zu nerven.

31. Benutze Youtube richtig

Youtube ist großartig. Verfalle jedoch nicht der Versuchung und veröffentliche jede Probe oder Skizze. Nicht alle Video sind für die Öffentlichkeit. Booker recherchieren und sollten vor allem leicht die Videos finden, die relevant sind. Zu viele Videos machen jedes einzelne Video beliebig. Alte Videos sind schneller zu finden als frische. Ich nehmen teilweise eine Szene nur für einen Kunden auf uns schicke es ihm, ohne es zu veröffentlichen.

32. Nutze Social Media richtig

Facebook, Twitter und Instagram sind schlechte Marketing-Tools. Diese Plattformen stehlen deine Aufmerksamkeit und verkaufen sie fein zurechtgeschnitten an Werbekunden.

Was Social Media vorantreibt, ist die Möglichkeit, dass du die anstrengende Arbeit, hochwertige Dinge zu produzieren, abkürzen kannst. Du erhällst trotzdem positive Aufmerksamkeit.

Facebook belohnt dich mit kurzlebiger Bestätigung. Der implizierte Deal mit deinen Kontakten sieht so aus: „Ich like dein Statusupdate, du likest mein Statusupdate. Egal welchen Wert die Posts haben.“ Dies simuliert Wichtigkeit ohne dass man viel dafür tun muss.

Facebook eignet sich für Recherchen. Zum Beispiel kann man schauen wo Kollegen spielen. Oder man nutzt es für schnelle Absprachen über die Chatfunktion.

33. Haben eine eigene Seite

Eine eigene Website ist Pflicht. Es muss nicht jeder einen Blog betreiben wie pantomime-popkultur.de aber du musst Auftraggebern etwas zeigen können. Präsentiere dein Repertoire und halte es auf dem aktuellen Stand.

34. Starte eine eigene offene Bühne und bekomme mehr Spielzeit

In vielen Städten ist die Möglichkeit der Auftritte begrenzt. Werde einfach selber Veranstalter und lade zu einer offenen Bühne ein. Du bekommst nicht nur mehr Spielzeit sondern auch deine Kollegen. Frage in Bars oder Restaurants nach, ob sie einen Abend pro Woche oder alle zwei Wochen sich an so einem Abend beteiligen wollen.

35. Vergiss deine Fans nicht

Du hast vielleicht von der Theorie der echten 1000 Fans gehört. Diese besagt, dass du 1000 echte Fans benötigst, damit du von deiner Kunst gut leben kannst. Echte Fans kommen zu deinen Veranstaltungen, sie kaufen deine CDs und Merchandise. Das bedeutet auch, dass du sie für ihre Treue regelmäßig belohnen musst. Das kann ein neues Video sein, ein Newsletter oder sonst eine Interaktion die zeigt, dass es dich noch gibt.

Tipps um ein erfolgreicher Performer zu werden

36. Nimm eine angemessene Gage

Jeder Künstler, der von seiner Arbeit leben möchte, muss für seine Performance Geld nehmen. Du bist noch neu dabei und weisst nicht welcher Preis angemessen ist? Erfahrungsgemäß spielen professionelle Performer für einen eigenen Act nicht unter 500 Euro. Das können nach Aufwand und Act auch gern 1000, 1500 oder mehr sein.

Allgemein solltest du eine angemessene hohe Gage nehmen aus folgenden Gründen:

  • Du hast weniger bezahlte Arbeitstage pro Jahr als ein Angestellter und musst einen höheren Satz veranschlagen damit du am Jahresende auch einen Gewinn erhältst, von dem man leben kann.
  • Du wirst mit einem hohen Preis überhaupt erst als Profi ernst genommen.
  • Du hältst den Markt für alle anderen Künstler hoch. Dumping schadet auf lange Sicht jedem.

Der Preis den du nimmst spricht sich im Kundenkreis herum, die deinen Preis bezahlen. Wenn du für deine Show 300 Euro nimmst, spricht sich das bei den Kunden herum, die 300 Euro bezahlen. Wenn du 1000 Euro nimmst, spricht sich das im Kundenkreis herum die 1000 Euro bezahlen.

37. Fähigkeiten sind die Grundvoraussetzung – kein Vorteil

Deine Fähigkeiten sind die Grundvoraussetzung dass du im Showgeschäft bist, kein Vorteil. Baue darauf auf und werde besser. Das richtige Studium beginnt erst nach der Schule (sofern du eine besucht hast) In der Praxis lernst du sehr schnell auf was es ankommt.

38. Weine keinen Auftritten hinterher, die nicht deinen Konditionen entsprechen

In den vorangegangen Tipps habe ich viel von kostenlosen Auftritten erzählt, damit man besser wird. Bezahlte Gigs sind nicht zum Üben. Dort musst du Leistung abliefern. Deswegen nimmst du auch deine Gage. Weine nicht den Auftritten nach, die deine Gage nicht bezahlen wollen. Das ist schwer einzuhalten wenn man gerade knapp bei Kasse ist. Langfristig bekommst du aber einen Stand im richtigen Kundenkreis.

39. Zieh nicht nach Berlin weil du glaubst, dass du hier entdeckt wirst

In einer großen Stadt wie Berlin kannst du jeden Abend spielen – kostenfrei. Glaube nicht, dass du hier entdeckt wirst. Sehr viele Künstler sind hier. Viele gute sind dabei und die Konkurrenz ist groß. Berlin ist gut zum leben, aber schlecht zum Arbeiten, gerade wenn man am Anfang steht. In einer kleineren Stadt bekommst du wesentlich schneller lokal einen Namen. Wenn du diesen Stand erreicht hast, kannst du immer noch nach Berlin kommen… und von vorn beginnen.

40. Nimm Unterricht

Die beste Schule ist die Praxis. Doch es schadet nicht vereinzelnde Techniken neu zu lernen. Mit dem theoretischen und praktisch geübten Mechaniken stellen sich die Lernerfolge in der Praxis schneller ein. Du kannst damit besser beurteilen warum etwas funktioniert und warum nicht. Dieses Wissen kann man sich gut in Kursen aneignen oder man fragt befreundete Künstler um Unterstützung.

41. Lerne von Künstlern, auf deren Stand du gerne sein möchtest

Wer selbständig ist, muss alleine entscheiden was er mit seiner Zeit anstellt. Gerade zu Beginn einer Karriere ist das schwierig. Wie setzte ich meine Prioritäten? Sollte ich jetzt an meiner neuen Show arbeiten, die neue Website bauen oder potentielle Auftraggeber anschreiben?

Schau auf die Karriere von Künstlern, die schon einen Schritt weiter sind. Triff dich mit ihnen und finde heraus, was sie gemacht haben.

Achtung: Unglücklicherweise wissen die meisten Performer selber nicht genau, warum sie erfolgreich sind. Wenn man fragt bekommt man oft die erstbeste Idee, die ihnen zu diesem Thema in den Kopf kommt. Viele Künstler antworten mit generellen Dingen, von denen sie Glauben, dass sie zum Erfolg geführt haben, wie „Hart arbeiten“ oder „Seiner Passion folgen“.

Das ist nicht böse gemeint, denn die Frage korrekt zu beantworten ist verdammt schwer. Im Rückblick auf seine Karriere verwischt die eigenen Sicht auf Erfolg. Viele Fähigkeiten die erfolgreiche Performer haben, nehmen sie als gegeben hin.

Wenn mich jemand fragt, wie man erfolgreich einen Blog betreibt antworte ich auf dem Level auf dem ich mich gerade befinde. Ich spreche vielleicht über Artikelstruktur oder Überschriftenkonzepte. Das bringt jemanden der noch sich noch nie mit dem Bloggen beschäftigt hat wenig, weil das Basiswissen fehlt. Erst wer sich dieses Basiswissen angeeignet hat, kann sich mit den Details beschäftigen.

Finde heraus welchen Weg der Performer gegangen ist. Chronologisch. Dadurch erkennst du, welche Schritte er tatsächlich gegangen ist.

42. Behalte das große Ganze im Auge

Man kann sich leicht verzetteln mit Details die wichtig erscheinen aber für die Karriere wenig Relevanz haben. Als Faustregel kann man sich merken, dass die unangenehmen Dinge oft wichtig sind. Zum Beispiel: Neue Dinge lernen, eine Technik verbessern oder sich bei Kunden anpreisen. Sachen, die einfach sind, machen mehr Spaß bringen aber wenig Effekt.

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Wenn du bei einer großen Firma oder in einem Amt arbeitest, ist der Weg mehr oder weniger vorgegeben. Wenn du fleißig bist und immer erscheinst, erhältst die Beförderung nach Plan.

Im Showbusiness kannst du lange Zeit auf der Stelle treten. Du spielst Show nach Show und es passiert nicht wirklich etwas. Das ist der Moment inne zu halten. Überlege wo du eigentlich hinmöchtest und welche Schritte dafür nötig sind.

43. Nimm dir einen Steuerberater

Man kann seine Buchhaltung und Steuer selber machen. Das ist kein Hexenwerk aber man muss da reinwachsen. Ich mache das von Anfang an selber und habe viele Fehler gemacht. Jetzt bin ich auf einem Level, auf dem ich die Grundlagen beherrsche.

Es ist kein Problem wenn du auf all das keine Lust hast und diesen Job an einen Steuerberater abgibst. Aber irgend jemand muss es machen. Wie du dich auch entscheidest – lass es nicht schleifen. Bei diesem Thema kommt schnell eins zum anderen und bevor du es dich versiehst, hast du Steuerschulden und Mahnungen, die dich mehr als einen Steuerberater kosten.

44. Plane Rücklagen ein

Wer ganz schnell erfolgreich wird verdient auch schnell viel Geld. Daran kann man sich gut gewöhnen. Ausgeben geht schneller als sparen. Steuern werden teilweise erst ein Jahr später fällig, wenn du deine Steuererklärung abgeben hast. Das bedeutet du hast lange Zeit Geld auf dem Konto, dass dir nicht gehört. Der Einkommensteuersatz liegt zwischen 24 und 45 Prozent. Das bedeutet, dass dieser Anteil deiner Gage nach Abzug der Ausgaben als Steuer fällig wird.

Ich empfehle dir ein separates Konto anzulegen und 35% -40% deiner Einnahmen direkt dorthin zu überweisen. Aus den Augen aus dem Sinn. Wenn du es nicht für die Steuer brauchst umso besser. Ein Polster ist immer gut.

Als Freiberufler hat man gute und schlechte Monate. Für diese schwachen Zeit sollte genug Geld da sein, damit du deinen Lebensstandard halten kannst.

45. Überdenke deine Arbeitseinstellung

Talent ist überbewertet. Es hilft dir, aber es bringt dich nicht an die Spitze. Die Besten der Besten sind ganz oben, weil sie dafür hart gearbeitet haben. Regelmäßig. Sie beherrschen alle Skills die für einen Top Performern wichtige sind. Shows kreieren, Shows Spielen und Shows vermarkten.

Sie standen mehr auf der Bühne als der Rest, haben mehr Material vorbereitet und mehr trainiert. Dein Tagesablauf sollte strukturiert sein.

46. Sei vorsichtig mit „schmutzigen“ Programmen

Zugegeben ich liebe „schmutzige“ Programme und politisch unkorrekten Humor. Doch im  Showgeschäft sind die lukrativsten Gigs Firmenevents. Firmen möchten saubere familientaugliche Unterhaltung. Dafür zahlen sie anständig.

Die Diskussion unter Künstlern wird schnell emotional wenn es um diesen Punkt geht. Man will sich nicht verbiegen und „Kunst“ machen, keine „Unterhaltung“. Nur die wenigsten bekommen beides gleichzeitig hin. Finde einen Kompromiss oder finde in deinem Repertoire Platz für beides. Es ist ok wenn du ein Programm für das eine Publikum und ein Stück für das andere Publikum hast. Behalte das im Hinterkopf wenn du auf Firmenevents aus bist.

47. Ruhe dich nicht auf deinen Lorbeeren aus

Wer rastet der rostet. Ich habe diesen Fehler begangen und mich auf meinem Act „Die Maschinenmenschen“ lange Zeit ausgeruht. Es ist auch leicht, denn der Act ist erfolgreich und ich werde in mit Sicherheit noch sehr lange spielen. Doch damit bin ich auch lange Zeit auf der Stelle getreten. Mit neuen Acts und Shows erschließen sich neue Möglichkeiten.

48. Scheitere schnell

Aus Erfolg lernt man wenig. Aus Misserfolg viel. Je mehr du dich echtem Publikum stellst, desto schneller sammelst du diese Erfahrung. Je weiter man auf seinem Karriereweg gegangen ist, desto größer wird das Ego und desto schwieriger lernt man aus seinen Fehlern. Mach deine Fehler so schnell wie möglich. Nutze jede Möglichkeit. Probiere herum. Du weist nie, welche simple Idee sich als Treffer entpuppt.

49. Lerne von den Meistern

Das schöne an den „Meistern“ ist, das es viel Material über sie gibt. Du kannst es Studieren und auseinander nehmen. Das Internet im Allgemeinen und Youtube im Speziellen sind eine wunderbare Ressource dafür. Das gilt für alle Disziplinen: Show-Programme erstellen, performen und vermarkten.

50. Kopiere nicht vorhandenes Material – Mixe es neu

Kunst entsteht in keinem Vakuum. Kein Programm ist ein Original. Alles gab es schon einmal – in abgewandelter Form. Nach der Theorie von Kirby Ferguson ist alles ein Remix.

Seit wir Babies sind, lernen wir durch Nachahmen. Kopieren steckt in unseren Genen.

Es gibt Autoren, die komplette Bücher lesen, und versuchen es nachzuschreiben. Nicht um es zu veröffentlichen sondern um ein Gefühlt dafür zu bekommen, wie man ein tolles Buch schreibt. Jeder Performer ahmt am Anfang seinen Idolen nach.

Steve Jobs meinte 1994 in einem Interview, dass er beider Entwicklung des Apple Macintosh Picassos Zitat im Kopf behalten hat: „Good artists copy great artists steal“

Dabei geht es nicht um eine Eins zu Eins Kopie. Schnapp dir vorhandenes Material und interpretiere es neu. Nimm Teile heraus, füge etwas hinzu. Erstelle eine Persiflage auf ein Werk. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Kunst entsteht seit Generation auf diesem Weg.

51. Vergleiche deine Karriere mit denen der Großen

Uff, so ein Vergleich kann am Anfang sehr demotivierend sein. Wenn du aber deine Standards erhöhst und dich mit der Elite vergleichst, bringst du dich selber auf ein neues Level. Es ist noch Luft nach oben? Gut. Jetzt weist du, wie viel noch fehlt und kannst dich daran machen, dein Material auf das selbe Level zu katapultieren.

52. Sei fair zu deinen Agenturen

Agenturen verdienen ihr Geld in dem sie Konzepte erarbeiten und diese Konzepte samt der Durchführung an der Kunden verkaufen. Es ist verlockend eine Agentur zu umgehen und direkt mit dem Kunden zu verhandeln.

Das ist eine schlechte Idee. Noch mal: Das ist eine schlechte Idee. Mag sein, dass du kurzfristig ein paar Euros mehr verdienst oder sogar ein paar Auftritte abgreifst. Langfristig schießt Du Dich damit selber aus dem Markt. Hier die Gründe:

  • Die wirklich großen Aufträge werden nur an Agenturen vergeben
  • Die Eventplaner bekommen auf kurz oder lang mit, dass du unseriös bist
  • Die Eventbranche hat eine hohe Fluktuation. Dementsprechend wechseln Eventplaner oft die Firmen und merken sich, dass man mit dir nicht gut arbeiten kann. Das spricht sich rum.
  • Du verpasst die Chance herauszubekommen, wie viel der Endkunde bereit ist, für deinen Act zu zahlen, wenn Profis den Vetrag verhandelt haben.

Es gibt eine Handvoll Agenturen mit denen ich super gern zusammenarbeite. Die wissen es zu schätzen, dass man offen reden kann. Wir geben uns gegenseitig Feedback und wachsen gemeinsam. Diese starke Beziehung würde ich nie aufs Spiel setzen.

53. Erwarte Erfolg nicht über Nacht

Wenn wir von einem neuen Talent hören, dann glauben wir, dass er viel Glück hatte oder einfach von Natur aus gut ist. Ich kenne niemanden, bei dem das der Fall ist. Ein „Übernacht Erfolg“ passiert mit einer Vorlaufzeit von vielen Jahren.

Zusammenfassung:

Viele Mythen umringen den Beruf des Künstlers. Ich kennen keinen erfolgreichen Künstler, der auf der faulen Haut liegt. Viele sind besessen von ihren Projekten und arbeiten hart daran. Professionelle Performer arbeiten regelmäßig an ihren Skills. Das ist nötig wenn man zu den Besten gehören will. Auch einem Künstler kommt nichts zugeflogen. Sie müssen sich am Markt genauso behaupten wie jeder andere auch. Da gibt es keine Abkürzung und das ist auch gut so.

Welche Tipps fandest du am wichtigsten, was siehst du anders? Gib mir bitte ein Feedback in den Kommentaren.

Foto: Mikael Wiman BY-NC-ND

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