Eine Reise ins Ungewisse ist immer ein Abenteuer. Genau das haben wir uns auch gedacht, als wir die Einladung für die Performance zum 3. Street Theater Festival in Darbandikhan im Irak erhielten. Glücklicherweise haben wir schon positive Erfahrungen in Gebieten gemacht, die von den Medien negativ gebrandmarkt wurden. (Siehe Festival in Pristina/Kosovo)

Der Norden des Iraks -Kurdistan- sollte ein weiteres Mal bestätigen, dass es viele freundliche Menschen auf der Welt gibt, die sich gerne Theatershows ansehen.

„It‘s an one hour drive.“

Aus Deutschland kamen neben uns noch zwei Teams: Duo Desolato, die schon ein Jahr zuvor hier Unterricht gaben und das Garden Projekt.

Wir kamen Mitten in der Nacht in Sulaimaniya an und wurden von einer Delegation des Festivals emfpfangen. Im Bus hieß es, dass es nach Darbandikhan geht und das die Fahrt eine Stunde dauert. Nach anderthalb Stunden erkundigten wir uns erneut und kamen dann eine halbe Stunde später an. So war das Motto des Festivals besiegelt: „It‘s a one hour drive.“

Lange Wartezeiten und Zeitangaben im Allgemeinen deckten sich nicht mit unserem deutschen Verständnis. Beide Seiten mussten das lernen.

Metroccolis gewinnt mit „Man Machines“ den Preis für die beste Show

Zu unserem Erstaunen lief im Hintergrund des Festivals einen Wettbewerb ab. Die Preisvergabe fand am Ende des Festivals im Rahmen einer großen Zeremonie statt. Wir freuen uns riesig und tragen voller Stolz unseren Preis für die „Beste Show“ nach Hause.

Karge Landschaft, aufgeschlossen Menschen und Kebab

Was die Freundlichkeit der Menschen im Irak angeht kann sich unsereiner noch eine Scheibe abschneiden. Fremde werden freundlich angesprochen und auf einen Tee eingeladen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich so etwas das letzte Mal gemacht habe. Die Kurden sind ein sehr geselliges Völkchen und schließen schnell Freundschaft. Schade, dass Frauen und Männer viele Dinge getrennt erledigen. Das Straßenbild ist deutlich Männerdominiert und in Teehäusern haben die kurdischen Damen offensichtlich nichts verloren.

Die zwei Shows, die wir gespielt haben kamen sehr gut an. Besonders gefällt mir die verschiedene Interpretation der Stücke durch den kulturellen Hintergrund.

Man darf gespannt sein wohin die Reise weitergeht. Eine Anfrage aus dem Iran haben wir schon…

Eine schöne Begrüßung: Honig, Käse und Tee

Im Teehaus

Duo Desolato in ihrem Element

Solo von Merlin Pohse mit seinem Liebespaar

Adam Read vom Garden Projekt ist einer der besten Improvisations-Performer

Adam lässt Federn

Die „Man Machines“ kommen gut an: Wir gewinnen den Preis für die beste Show

Magische Momente am Abend

Geht den Menschen im arabischen Raum besonders nah: Zwei Liebende, die nicht zueinander finden

Blick über Sulaimaniya

Alle Künstler geben Interviews

Ausblick aus dem Hotel

Pantomimen unter sich

Was gibt es heute zum Mittag? – Kebap

Wie macht das Schaf?

Buntes Markttreiben

Schafe auf den kargen Hängen

Kurdische Männer im Teehaus…

… und beim Domino spielen

Immer neugierig: Kinder von Darbandikhan

Übrigens…

Wir spielen unsere Shows auch gern in heimischen Landen. Schreibt mir eine Mail an stefan@pantomime-popkultur.de und ich unterbreite Euch ein unverbindliches Angebot.