Im ersten Teil aus “Die Entwicklung der Pantomime in der ehemaligen DDR” von Nadja Rothenburger & Selina Senti, 2010, ging es um die Einführung in die “Szene” und Gruppen. Dort finden sich auch alle DarstellerInnen einzeln aufgelistet. Hanna Berger ist das Thema der 4. Biografie.


Hanna Berger

Eckdaten

Geb. 1919 in Wien, gest. am 15.01.1962 Berlin. Sie war deutsch-österreichische Tänzerin und Widerstandskämpferin. Sie zählt als Vertreterin des modernen, freien Tanzes und beschäftigte sich ausserdem mit dem Ausdruckstanz. Partnerschaft mit Fritz Cremer, deutscher Bildhauer und Grafiker.

1942 wird sie von der Gestapo verhaftet.

1943 Anklage vor dem Volksgerichtshof. Ihr gelingt die Flucht aus der Haft und sie flieht in die Steiermark, wo sie bis zum Ende des Krieges illegal lebt. In der Nachkriegszeit unterrichtete Berger Tanz in Wien, Berlin und Leipzig.

1962 stirbt sie in Ost-Berlin.


Ausbildung/Werdegang

Studium in Berlin, u.a. bei Vera Skoronel

Sie tanzte u.a. im Ensemble von Mary Wigman und Trudy Schoop.

1937 Beginn ihrer Solokarriere, Auftritte u. a. Berlin, Wien, Paris, Rom aber auch CSSR, Polen und Ungarn.

Choreographischer Tätigkeit für Ensemble

Unterrichtstätigkeit an der Wiener Akademie

filmischer und schriftstellerischer Arbeit bestand

Grüngung eines Kindertheaters, in welchem Kinder für Kinder Märchen improvisierten.

Studium in Paris bei Marcel Marceau, sie erhielt von ihm das erste pädagogische Diplom, das er ausstellte.

Unter anderem In den 1950er Jahren verlagerte sich Bergers Wirkungsfeld wieder nach Berlin und zwar nach Ostberlin, wo sie u. a. mit Walter Felsenstein an der Komischen Oper arbeitete

Ca. 1960 Unterrichtstätigkeit an der Schauspielschule in Leipzig

 

Einflüsse/Lehrerinnen

Vera Skoronel

Marcel Marceau

 

Zusammenarbeit

Paul Kont, Dr. Kurt Pichler, Otto Basil, Walter Felsenstein

 

Eigenes Werk

„Die Unbekannte aus der Seine“, „Mimose“

 

Ein Buch ist über ihr Leben erschienen: Auf den Spuren einer Tänzerin im Widerstand von Andrea Amort.